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Rundreise Rumänien (2007)Wappen von Rumänien

 

Reisebericht Rumänien
(geschrieben von Werner Walti)
Dieser Reisebericht ist ist der Rumänische Teil einer Rundreise (Slowenien / Ungarn / Rumänien)

 

Rumänien liegt in Mitteleuropa und grenzt (von Süden im Uhrzeigersinn) an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine sowie Moldawien. Die Topographie des Landes ist sehr abwechslungsreich. Im Zentrum Rumäniens liegt das Siebenbürgische Hochland, das fast vollständig vom Bogen der Karpaten umgeben ist. An die Südkarpaten schliesst im Südwesten Rumäniens das Banater Gebirge an. Westlich davon befindet sich die weite Banater Ebene, die in das Pannonische Becken übergeht. Der Süden des Landes wird von der flachen Walachischen Tiefebene geprägt, die von der Donau als Grenzfluss durchflossen wird und bis auf bulgarisches Staatsgebiet reicht. Im Osten Rumäniens leiten die Ausläufer der Ostkarpaten zum Hochland der Moldau über.

 

10. Tag (16. August 2007) von Biharkeresztes (Ungarn) nach Constantin (Rumänien) / 344 km
Highlights: Ruine in Lipova / Stadt Timişoara
Wetter: sonnig
Tageshöchsttemperatur: 34 Grad

 

Zum Verkehr:

Rumänien - das Lande der UnterschiedeAls ich heute im Motel in Constantin ankam, musste ich mich erstmals hinlegen und ausschnaufen. Noch immer bin ich in Gedanken den Asphaltverwerfungen, Schlaglöcher, Spurrillen und Autos sowie LKW’s am ausweichen. Soviel vorab; Rumänien hat ein enormes LKW (in der Anzahl und Rücksichtslosigkeit) und Strassenproblem! Angefangen hat es schon kurz nach Oradea, als ich Innerorts selber mit 50 km/h auf dem Tacho von einem Anhängerzug, der sicher gute 60 bis 70 Sachen drauf hatte, in einer 30er Zone überholt wurde?!! Schon im nächsten Ort bestätigte mir die gleiche Situation, dass dies Tagesordnung hier in Rumänien ist. Nur die Streifenwagen am Strassenrand bringt etwas „Ruhe“ in diese Angelegenheit. Ausserorts ist es beinahe unmöglich etwas ruhiger zu fahren, um die Natur ein bisschen geniessen zu können. Entweder wird man zum Verkehrshindernis und die Brummis schieben einem fast vor sich her, oder man kommt kaum mit der bestmöglichen Spursuche nach, damit es einem nicht die Füllungen aus den Zähnen schlägt. Ganz speziell ist bei Bahnübergängen zu achten, da dort die Strassenniveaus am unterschiedlichsten und der Zerstörungsgrad der Strasse am höchsten sind. Dazu kommt noch die Hitze in dieser Jahreszeit, die ohne Klimaanlage im Auto unerträglich wäre. Es ist ein Land, wofür Crossover und SUV’s gebaut wurden!!

 

So, genug gelästert J ; kommen wir zum Gesehenen. An der Grenze war nicht viel los und so wurde ich nach einer kurzen Passkontrolle schnell durchgewinkt. Da ich schnell etwas ins Landesinnere wollte, mein Reiseführer nichts Sehenswertes über Oradea aussagte, zweigte ich im Ort auf die HS E671 nach Arad ab. Links und rechts gibt es auf der Strecke bis nach Arad bzw. Timişoara ausser Sonnenblumen und Maisplantagen nur Industrie und Steppen zu sehen. Die schier unendliche flache Weite lässt einem gut auf den hektischen Verkehr achten und lenkt nicht besonders ab.

Orthodoxe Kathedrale in TimişoaraIn Arad entschloss ich mich in das ca. 33 km entfernte Lipova zu fahren, um die Burgruine „Şoimoş“ zu besichtigen, welche früher einmal als Befestigungsanlage und wichtiges Bollwerk gegen die Türken diente. Von ihr ist leider nicht mehr viel zu sehen und abgesehen von der herrlichen Aussicht ist es die Anstrengung zu Fuss hinaufzugehen nicht unbedingt wert, aber dennoch etwas für Aussichts-, Burgen- und Ruinenfreaks. In Lipova führt eine direkte Strasse nach Timişoara, die zwar kürzer ist, ich aber nicht empfehlen würde, da sie in üblen Zustand ist. Also alles wieder zurück, und via Arad nach Timişoara.

Die Stadt Timişoara ist stark von der westlichen Kultur geprägt, was sich in Lebensweise und kultureller Ausstrahlung zeigt. Es hat auch kaum mittelalterliche Gebäude. Trotzdem lohnt sich ein Besuch dieser Stadt. Die orthodoxe Kathedrale mit ihren vielen türmen, horizontalen Fassadenschichtung und der bunten Dachmusterung fällt einem in der Fussgängerzone unweigerlich auf. Auch im Inneren ist sie ein Leckerbissen für das Auge.

Wer jetzt schon etwas müde ist und sich entspannen möchte, kann dies im Kaffe rechts von der „Gedenkstätte für Revolutionsopfer“ mit Blickrichtung orthodoxe Kathedrale tun, denn dort gibt es ausgezeichnetes frisches Gebäck!

Der Huniadenpalast (Geschichtsmuseum) wäre mit Sicherheit auch spannend gewesen, doch war sie wegen Umbauten an diesem Tag noch geschlossen. Von der Bastion ist ausser der äusseren Grundmauer nichts mehr übrig.

Zurück zum Auto fuhr ich auf der HS E70 in Richtung Lugoj / Caransebeş. Hätte ich in Lugoj eine Bleibe gefunden, hätte ich mich sicherlich dort für die Nacht niedergelassen. Es ist eine kleine aber sehr stimmungsvolle Kleinstadt mit viel Scharm. So fuhr ich auf der Hauptstrasse weiter bis nach Constantin. Das Motel bzw. das Zimmer für 50 Lei (Fr. 25.-) Ortsanfangs ist gut, modern und sauber.

  

11. Tag (17. August 2007) von Constantin nach Tălmaciu / 402 km
Highlights: Nationalpark inkl. Ausläufer / Targu Jiu
Wetter: sonnig
Tageshöchsttemperatur: 33 Grad

Im NationalparkFrüh Morgens fuhr ich auf der HS E70 weiter bis nach Caransebeş, in der ich mich entscheiden musste, ob ich nun die Route 68 und danach HS E79, oder doch der HS E70 folgen und danach über die NS 67d um meinen Zielort Targu Jiu zu erreichen. Ich entschloss mich die zweite Route durch den Nationalpark zu nehmen. Die Strasse von Caransebeş nach Mehadia war ein Alptraum! Nicht nur dass sie andauernd an der Strasse am bauen waren, nein, sie war so katastrophal, dass ich durchschnittlich nur mit ca. 30 bis 40 km/h Überland vorwärts kam, da ansonsten sämtliche Autoteile auf der Strecke liegen geblieben wären. Sogar Offroad PW’s hatten ihr Mühe vorwärts zu kommen, geschweige denn die überladenen Brummis. Dafür wurde ich durch die Schönheit des Nationalparks vollends entschädigt. Diese Strecke von Mehadia nach Targu Jiu kann ich allen wärmstens empfehlen.

Zuerst wusste ich nicht was mir geschah, als ich auf einmal so viel Tourismus an einem Ort wie im ganzen Lande nirgends sah. In dem Moment, als ich dann den berühmten Ort „Băila Herculane“ oder auch als Herkulesbad bekannt beschildert sah, wusste ich warum. Dieser historische Ort bzw. spezielle Flusswasser war schon in der Römerzeit als schwefel- kalk- und magnesiumhaltige Heilwasser bekannt. Reste ihrer Thermen können auch heute noch besichtigt werden. Der Rummel um und auf der Strasse ist immens.

Holzkirche zwischen Nationalpark und Targu JiuDie ganz akzeptable Strasse führt dann zuerst durch eine Schlucht mit steilen Felsformationen und danach durch bewaldetes Gebiet von ca. 200 bis auf 919 m.ü.M. hinauf. Die Aussicht oben ist zwar nicht umwerfend, jedoch macht sich die Fahrt dahin mehr als bezahlt. Wieder den Berg hinuntergefahren beginnt unten ein Tal, das ich lange nicht vergessen werde – es war einfach extrem eindrücklich. Nicht nur die alt belassenen Häuser, Kirchen und Kapellen komplett aus Holz gefertigt, sondern die Landschaft, die mich sehr stark an eine Hochalm erinnerte. Die Karpaten zeigen sich hier aus einer sehr eindrucksvollen Perspektive.

In Targu Jiu angekommen suchte ich sogleich die Parkanlage  mit den Skulpturen des berühmten Bildhauers Constantin Brâncuşi (1876 bis 1975) auf. Sein „Tor des Kusses“ steht gleich am Eingang und lädt die Menschen zur Besichtigung ein. Der „Tisch des Schweigens“ ist von 12 „Personen“ umgeben, und soll zur Meditation anregen. Ich persönlich mag Kunst sehr, konnte aber mit diesen Steinskulpturen nicht allzu viel anfangen (Geschmacksache). Hingegen hat mir am Ende des Parks das Museum „De Artă“ mit Bildern von Rodica Popescu, Constantin Blenda oder Iosif Keber aber auch die Skulpturen von Constantin Lucaci sehr gut gefallen. Vor allem die sehr alten Ikonen aus Kirchen, die man so nahe nicht nochmals zu sehen bekommt, haben es mir angetan. In Targu Jiu gibt es ansonsten nichts zu sehen, da es eine richtige Industrie-Stadt ist.

Von dieser Stadt aus nahm ich dann die östlich führende NS Nr. 67 nach Rămnicu Vălcea, welche Strasse sowie Landschaft ausgesprochen gut bzw. schön war. Dort angekommen führte mich die HS E81 bis nach Tălmaciu, einige Kilometer vor Sibiu, in der ich anfangs Dorf eine gute Bleibe in einem Motel für 70 Lei (Fr. 35.-) fand.

  

12. Tag (18. August 2007) von Tălmaciu nach Râşnov / 256 km
Highlights: Sibiu / Sighişoara / Braşov
Wetter: leicht dunstig / sonnig
Tageshöchsttemperatur: 32 Grad

Zentrum von SibiuHeute war „Tour der Städte“ angesagt. Die wenigen Kilometer nach Sibiu waren auf der ausgezeichneten Strasse schnell bewältigt. Die heutige knapp 180’000-Einwohner-Stadt Sibiu, deutsch Hermannstadt, geht auf eine der sieben Wehrburgbauten der Siebenbürger Sachsen zurück, und zwar ist sie die Älteste von allen. Schon Mitte des 12. Jh. sollen deutsche Kolonisten ihre Niederlassung „Villa Hermani“ oder „Hermansdorf“ hier in der Zibinds-Aue gegründet haben. Da ich wusste, dass die orthodoxen Kathedralen innen sowie aussen sehr schmuck und üppig ausgestattet sind, zog es mich gleich von Anfang an dorthin. Ich wurde nicht enttäuscht – die zwischen 1902 und 1906 entstandene Kathedrale hat an der Fassade beinahe das gleiche Muster wie die in Timişoara und ist auch im Inneren von den Fresken sehr stark an diese gelehnt. Der „Wow“-Effekt ist beim Eintreten auf jeden Fall da, und dem Bibelkundigen fallen auch gleich mal die vielen Fresken auf, welche die Geschichten aus dem neuen Testament erzählen.

Evangelische Stadtkirche in SibiuÜber die bekannte „Pempfflinger Stiege“ hat man einen schönen Blick auf die „alte“ Stadtmauer (die stark restauriert wurde) und auf die gegenüberliegende Evangelische Stadtkirche, welche im Jahr 1320 an der Stelle einer romanischen Vorgängerin errichtet wurde. Die schweren Pfeiler darin erinnerten mich stark an solche von Burgen. So wurden damals nicht selten Burgenbauer für die Errichtung von Kirchen (und umgekehrt) eingesetzt. Synergien wurden schon damals genutzt.

Hinten auf der Strada Maternităţii findet man etwas versteckt die letzten gut erhaltenen Reste der alten inneren Burgmauer mit Turm.

Die Piaţa Mare mit ihren wunderschönen angrenzenden Gebäude ist ein Traum und zwingt jeden Besucher zum etwas länger verweilen als gewünscht. In der nachfolgenden Fussgängerzone Strada Bălcescu findet sicher jeder in einem der vielen Kaffees, welche alle draussen ihr Stühle und Tische mit Sonnenschirmen aufgestellt habe, das passende Getränk, um die gewonnenen Eindrücke auf sich wirken und verarbeiten zu können.

Stadtturm von Sigişoara - das Wahrzeichen der StadtVon Sibiu erreicht man über die direkte Verbindungsstrasse Nr. 14 via Mediaş den nächsten Zielort Sigişoara. Die Strasse ist in einem sehr guten Zustand und die Fahr dorthin ein Genuss! In einem breiten grünen Tal, in welchem man oft Schafhirten mit ihren grossen weidenden Schafherden sieht, sind links und rechts bewaldete Hügelketten, die einem die ganze Fahrt über begleiten.

Sigişoara ist ohne Zweifel eine der reizvollsten Städte des gesamten Transsilvanien. Hoch über der 37'000 Einwohnerstadt sieht man schon von weitem das Wahrzeichen: der Stadtturm. Mit dem langsamen Aufstieg von der Unterstadt hinauf zum Burgberg ist auch heute noch sowie früher der aus dem 14. Jh. stammende Stadtturm der Haupteingang, den die Menschen vorwiegend benutzen. In ihm waren früher Munitions- bzw. Schatzkammer, Archiv, Gefängnis- und Folterzellen, welche heute als historisches Museum dienen. Hat man das Tor passiert, erblickt man rechts die Klosterkirche und links an der Ecke das vermutlich von Dracula-Fans am meist besuchteste Geburtshaus von Vlad Dracul, woran eine Gedenktafel an der Wand daran erinnert. Zum Zeitpunkt meines Besuches war auf diesem Platz so ein Rummel, dass ich schnell mal rechts in die Seitengassen an der Statue von Vlad Dracul vorbei floh. Im nördlichen Teil des Burgberges befinden sich die Katholische Kirche und der Schusterturm mit seiner um den Turm gewundenen Holztreppe. In den inneren zwei Gässchen befinden sich einige gute Restaurants, welche rege besucht werden. Am Entchenplatz führt die 175 stufige Schülertreppe zum Gymnasium und zur viel besuchten Bergkirche (14. und 15. Jh.) hoch. Der angrenzende Bergfriedhof (mit vielen Deutschen Namen) bringt die Stille zurück und lässt einem in sich kehren. Treppe, Kirche und Friedhof sind ein Erlebnis.

Wieder zurück beim Auto fahre ich auf der gut ausgebauten HS E60 in südöstliche Richtung und über einen kleinen Pass (740 m.ü.M.) nach Braşov (oder auch Kronstadt genannt). Heute ist diese siebenbürgische Grossstadt eines der wichtigsten kulturellen und industriellen Zentren Rumäniens sowohl Wissenschafts-, Verwaltungs- und Verkehrsmittelpunkt der Region.

Kronstädter Ratshaus in Braşov   Zentrum von Braşov

Braşov muss auch die Stadt der Hochzeiten sein. Alleine schon im Park sah ich drei modern gekleidete Hochzeitspaare, welche von ihren Fotografen und „Filmer“ auf Schritt und Tritt „verfolgt“ wurden. Ein grosses Grinsen tauchte in ihren Gesichtern auf, als ich als Tourist ebenfalls ein Foto von ihnen schoss J

Im Herzen, vor dem ehemaligen Kronstädter Ratshaus findet das Leben statt. Die Jungs brettern mit ihren Skateboards über die Steinmauern des Dorfbrunnens, Frauen sowie Männer schlendern herausgeputzt über den Platz hinunter zur Fussgängerzone Strada Republicii und die älteren Semester sitzen gemütlich in den Kaffees und schauen dem bunten Treiben zu. Die umliegenden alten und gut erhaltenen Häuser geben dem Ganzen mit viel Scharm eine schöne Atmosphäre, und sind Blickfang von jedem Neuankömmling.

Wer in den vielen guten Restaurants nichts Passendes findet, kann sich im Notfall immer noch bei Mc Donalds in der Strada Republicii verpflegen. Genauso grotesk wirkt auch dieser doch heiss begehrt Fast Food Laden zwischen den alten Gemäuern. In diesem Städtchen befinden sich auch einige Museen, Kirchen und Kathedralen, welche in gutem Zustand und sehenswert sind.

Da ich noch ein Motel zur Übernachtung finden musste, fuhr ich auf der HS E574 in Richtung Piteşti weiter, und wurde in Râşnov fündig.

  

13. Tag (19. August 2007) von Râşnov nach Bukarest / 289 km
Highlights: Burg Râşnov / Burg Bran / Passstrasse durch die Südkarpaten / Curtea de Argeş
Wetter: leichter Regen / leicht dunstig bis sonnig
Tageshöchsttemperatur: 32 Grad

Burg RâşnovIn Râşnov genächtigt lag es auf der Hand, dass ich auch gleich die Burg hoch über Stadt besichtige. Im Stadtzentrum führt die kleine Strasse um den Burgberg herum hinauf zu einem grossen Fussballfeld, auf dem die jungen Männer schon frühmorgens trainierten. Ich entschloss mich das Auto unten beim Fussballfeld stehen zu lassen, und den Rest zu Fuss zu packen. Eine weise Entscheidung wie sich herausstellte, denn auf halbem Weg hinauf versuchte ein Daciafahrer mit dem gleichen Ziel wie ich vergebens hoch zu kommen und musste wegen der fehlenden Strasse umkehren. In nur wenigen Minuten durch den nach Nadelholz duftenden Wald erreicht man die Burg bzw. Ruine. Durch das Tor gestiegen staunte ich gleich mal über den in Rumänien unüblichen hohen Preis von 10 Lei (Fr. 5.-). Ich wunderte mich dann noch mehr als ich entdeckte, dass die Burg echt nicht mehr allzu viel hergab (im Verhältnis zum Preis den ich bezahlen musste). Erst als ich auf dem Rückweg die zwei Eingänge zu den Museen sah, ging mir ein Licht auf. Die noch sehr gut erhaltenen Arbeitsgeräte, Werkzeug, Waffen aller Art, Kleidungsstücke und dem gefundenen Skelett aus dem Mittelalter rechtfertigten den Preis allemal.

Das sagenumwobene Schloss Dracula von Transsilvanien in BranWieder unten auf der Hauptstrasse folge ich dem Wegweiser in Richtung Piteşti auf der HS E574, auf der ich nach einigen Kilometer die Ortschaft Bran erreichte. Bis Mitte Dorf war das Dorfbild noch nicht zu unterscheiden von den Anderen die ich bis jetzt durchfahren hatte. Doch am Ortsende war ein solch grosser Rummel, dass wenn ich nicht gewusst hätte was dieser Ort zu „bieten“ hat ich geglaubt hätte, er wäre ein Walfahrthort. Aber nein, hier in Bran ist das sagenumwobene Dracula-Schloss von Transsilvanien, in welchem der Bösewicht den schönen jungen Frauen das Blut aus den Adern saugte und sie dadurch ebenfalls zu untoten Wesen der Nacht verdammte! In Wirklichkeit hat aber diese Burg aus dem 14. Jh. überhaupt nichts mit der erfundenen Geschichte eines gewissen Bram Stoker zutun. Vielmehr nutzten diese kleine Burg die Siebenbürger Sachsen damals als Wehrburg gegen die Osmanen und muss im heutigen Zeitalter den „Kopf“ für diese Dracula-Geschichte hinhalten. Den Besucherzahlen zu Folge war die Idee echt genial, denn keiner der durch Transsilvanien reist lässt den Besuch dieser noch sehr gut erhaltenen Burg aus und mit 12 Lei (Fr. 6.-) sind die Einnahmen gar nicht mal so übel. Eine Sehenswürdigkeit ist aber auch das offene Museum, in welchem nicht nur alte Häuser aus dieser Zeit, sondern im Inneren der Häuser viele alte Relikte aus der Epoche, als die Burg Bran noch bewohnt war.

Weiter auf dieser Hauptstrasse folgt für mich ein weiteres Highlight des Tages: die Passstrasse durch die Südkarpaten. Diese hügelige grüne Landschaft ähnelt sehr den niedrigen Passtrassen der Schweiz. Oft begegnet man auf den üppigen Wiesen ganzen Schafherden, und nicht selten steht auch mal eine Kuh mitten auf der Strasse. Die alten Bauernhäuser passen ebenfalls in dieses wunderschöne Bild.

Verlassenes Haus unterhalb der Burg BranEinige Kilometer nach Câmpulung führt mich die NS Nr. 73C via Godeni nach Curtea de Argeş. Hätte ich gewusst, welche Strasse mich erwartet, hätte ich die Reise auf der Hauptstrasse nach Piteşti fortgesetzt. Die Strasse war in einem katastrophalen Zustand und ein Vorankommen auch ausserhalb der Dörfer war mit mehr als 50 km/h unmöglich. Zwischendurch fehlte sogar einfach ein Stück Strasse, die ein Unwetter weggespült hatte. Dieser fehlende Abschnitt der Strasse wurde einfach über ein schlimmes Schotterstück behoben. Zum Teil waren die Schlaglöcher so tief, dass man bei einer kurzen Unaufmerksamkeit seine Achse leicht hätte liegen lassen können. Also liebe(r) Leser/in, bitte eine andere Route wählen.

Die Hauptattraktion dieser aus dem 14. Jh. stammenden Fürstenstädtchen Curtea de Argeş ist mit Sicherheit die Bischofs- oder Klosterkirche aus dem Jahr 1517. Wie zu einem Kunstdenkmal byzantinischer Prägung mit Einfluss aus dem arabisch türkischen Raum vereinigt sich hier alles zu einem.

Auf der ganz akzeptablen NS Nr. 7C erreichte ich dann schnell Piteşti, und von dort via Autobahn schlussendlich die Hauptstadt Bukarest. Im völlig überteuerten (was hier aber leider ortsüblich ist) ***-Hotel Horoscop für 586 Lei (Fr. 293.-) für 2 Nächte, quartierte ich mich in einen winzig kleinen Single-Room ein.

  

14. Tag (20. August 2007) Bukarest
Highlights: Bukarest
Wetter: sonnig
Tageshöchsttemperatur: 33 Grad

Bukarest - die Stadt des Kontrastes bzw. der zwei WeltenKein Zweifel, die gut zwei Millionen Einwohner zählende Grossstadt in der Rumänischen Tiefebene ist nicht nur Hauptstadt Rumäniens, sondern auch politischer, kultureller und wirtschaftlicher Dreh- und Mittelpunkt des Landes. Vor hundert Jahren als „Paris des Ostens“ genannt hat sie heute aber wieder viel aufzuholen, um diesem Namen (wieder) Ehre zu tragen.

Bukarest ist eine Metropole der Gegensätze! So hatte ich diese Stadt kennen gelernt. Vor einer Kathedrale standen brandneue Audi Q7, Mercedes CLK, ein ML in der AMG Ausführung, SL 500, Cadilac SUV und noch weitere sehr teure Autotypen woraus ersichtlich war, dass die geladenen Gäste von den zwei Pärchen welche gerade heirateten sich sicher keine Gedanken machen mussten, ob sie Morgen wohl noch etwas zu Essen auf dem Tisch haben oder nicht. Um die Ecke derselben Kathedrale kostete vorsichtig und misstrauisch eine alte verwahrloste Frau den Inhalt einer gerade entdeckten von jemanden stehen gelassenen Pet-Flasche. Die alte Frau war durstig, hatte jedoch kein Geld um sich Wasser kaufen zu können. Dies ist nur ein Müsterchen welches ich erlebt habe. Doch das Bild dieser zwei Welten, ja zwei Extremen, zog sich durch viele Plätze und Strassen die ich in Bukarest besuchte. Ich muss zugeben, dass der Glanz der ansonsten schönen Stadt in meinen Augen schnell matt wurde und ich keine grosse Freude empfand, die Stadt nach ihren Sehenswürdigkeiten zu erforschen.

Mein Tipp: genügend 1-Lei Geldscheine (Fr. 0.50) bei sich tragen, um dem Elend wenigstens einwenig entgegen zu wirken.

Einkaufszenter im Herzen von BukarestOhne wirkliches Zentrum ist man auf einen guten Stadtplan angewiesen. Zu willkürlich hatte Mitte 1980er Jahre die Kahlschlag-Politik des kommunistischen Diktators Nicolae Ceauşescu besonders hier gewütet, und als selbst ernannter „Titan aller Titanen“ in seiner eigenen Hauptstadt grossräumig die schönen alten Bauten einreissen lassen, um seinem paranoiden Plan und konzeptlosem Bauprojekten freien Lauf zu lassen.

Die Piaţa Unirii bildet mit seiner sternförmigen Strassenkreuzung und in der Mitte stehenden schönen Springbrunnenanlagen das „Zentrum“ der Stadt. Dementsprechend ist hier auch der Verkehr, ob Busse, Autos oder Fussgänger. Von hier aus lassen sich wunderbar die nördlich liegenden dicht aufeinander folgenden Sehenswürdigkeiten besichtigen. Nordwestlich von diesem Platz erreicht man einfach die Stravropoleos-Kirche, eine griechische Stiftung aus dem 18. Jh. und somit das älteste intakte Gebäude Bukarests, das ehemalige Postpalais aus dem Jahr 1900 mit ihren schönen klassizistischen Bauelementen und den aus dem 15. und 16. Jh. stammenden Bukarester Fürstenhof. An der Piaţa Universităţii befinden sich das im Jahr 1970 auf 10’000m2 errichtete Nationaltheater Ion Luca Caraciale und auf der westlichen Seite der Strasse die im Jahre 1864 gegründete Universität bzw. Universitätsgebäude.

Nationaltheater Ion Luca Caraciale in BukarestWeiter der Calea Victoriei gefolgt findet man auf der linken Seite die schon etwas sehr alte Creţulescu-Kirche aus dem Jahre 1722 und das im 1927 bis 1937 beeindruckende auf U-förmigen Grundriss errichtete ehemalige Königsschloss, welches heute als bedeutendes Kunstmuseum dient. Die folgenden etwas versteckt gelegene römisch-katholische St. Joseph Kathedrale und evangelische Kirche gehören ebenfalls zur Besichtigungstour. Folgt man bis ans Ende der Calea Victoriei an die Piaţa Victoriei, befindet sich das Naturhistorische Museum bzw. das Rumänische Bauernmuseum, in dem Exponate wie religiöse Gegenstände, Werkzeuge, Webstoffe, Trachten, Keramik und Möbel aus vergangenen rumänischen Zeiten den Besuchern gezeigt werden. Bukarest hat vielleicht nicht allzu viele bauliche Sehenswürdigkeiten, ist aber für seine exzellenten Museen sehr bekannt. Da ich leider an einem Montag und somit Museums-Sonntag in dieser Stadt war, konnte ich traurigerweise keines dieser Museen besuchen.

Folgt man der Şoseaua Kiseleff kommt man am Park vorbei zur Piaţa Arcul de Triumf. In der Mitte thronend befindet sich wie in Paris der Bukarester Triumphbogen, welcher im Jahre 1922 als Denkmal des Sieges rumänischer Truppen im ersten Weltkrieg errichtet wurde.

Wieder zurück an der Piaţa Unirii liess ich mir es nicht entgehen, in das sehr grosse an den Platz grenzende Shopping Center zu gehen, um dort etwas zu shoppen und schmökern.

Mein Tipp: Bukarest unbedingt an den Tagen von Dienstag bis Sonntag besuchen, denn nur dann haben die Museen geöffnet.

  

15. Tag (21. August 2007) von Bukarest nach Tulcea / 400 km
Highlights: HS Nr. 3 / Adamclisi / Constanta
Wetter: leichter Regen / leicht dunstig bis sonnig
Tageshöchsttemperatur: 34 Grad

Oft mehr zu sehen als PW'sFroh darüber, das Hotelzimmer ohne Klaustrophobieanfall endlich verlassen zu können, fand ich ohne Probleme und gut beschildert die Autobahn A2, welche ostwärts nach Constanta führt. Die sehr gut ausgebaute Autobahn verliess ich nach ca. 67 km bei Razvani, um der HS Nr. 3 nach Călăraşi und Silistra zu folgen. Kurz nach Călăraşi staunte ich nicht schlecht, als die Strasse plötzlich einfach an einem Steg endete. Vor mir ein grosser Anhängerzug und elf PW’s. Mir wurde schnell mal klar, dass ich um nach Silistra zu gelangen mit der Fähre über den Fluss Dunărea hinübersetzten musste. Für 20 Lei (Fr. 10.-) (1 Auto + 1 Person) konnte ich mit meinem Smart auch an Bord. Ich hatte gerade noch Glück, denn es passten genau der grosse Anhängerzug in der Mitte und auf beiden Seiten je 6 PW’s auf die Fähre. So mussten die Passagiere nach mir doch ca. 1 Stunde auf die nächste Überfahrt warten. Auf der anderen Seite angekommen verliessen zuerst die 6 PW’s auf der linken Seite die Fähre gefolgt vom LKW. Nur der LKW hatte extrem Mühe von Bord zu kommen, da sein Anhänger hinten an der Fähre auflag und die Räder schon darüber hinaus waren. Mit Mühe und Not schaffte er es dann doch noch und auch wir durften von Bord. Liebe Leser/innen, bitte fahrt nicht einfach den anderen PW’s hinten nach, sondern fahrt unbedingt die Strasse geradeaus weiter; Silistra liegt nämlich schon auf der Bulgarischen Seite und ich war der Einzige, der diese Strecke wählte, ohne nach Bulgarien zu wollen. Nun begann eine durchschüttelnde Fahrt auf Kopfsteinpflaster. Doch nach wenigen Kilometer und einer leichten Hirnerschütterung wechselte der Belag von Kopfsteinpflaster auf Betonplatten, was aber die Fahrqualität nicht stark verbesserte. So fuhr ich die Strecke weiter, bis ich Adamclisi erreichte.Grabmal für Legionäre in AdamclisiZur Umgebung habe ich bis jetzt absichtlich nichts geschrieben, worauf ich jetzt aber detaillierter eingehen und dieses Strecke als eines der absoluten Highlights des heutigen Tages bezeichnen möchte! Die ganze Strecke von Razvani (kurz nach der Autobahn) bis nach Adamclisi ist wunderschön hügelig, grün, mit einer mega schönen natürlichen Landschaft. Die Strasse war sehr oft durch hoch gewachsene Pappeln gesäumt, die wie Soldaten im Spalier für jeden der die Strasse benutze dastanden. Links und rechts waren nicht selten Schaf- und Ziegenherden, Kilometer weit Rebstöcke und Felder zu sehen. In den Dörfern spielten die Kinder und Strassenhunde direkt auf der Strasse, im Gänsemarsch watschelten Gänse selbstverständlich und den Verkehr blockierend über die Strasse. Aber auch ganze Schafherden taten dies nach dem Vorbild der Gänse. Ältere Frauen benutzten die Strassenfläche als geeignete Unterlage, um ihre grossen gewobenen Teppiche wieder mal gründlich zu waschen. Esels- und Pferdekarren waren auf der Strasse fast in der Überzahl gegenüber den Autos und ich fühlte mich ein Jahrhundert zurück versetzt. Dafür nahm ich gerne die Schüttelfahrt in Kauf, um so etwas zu sehen und zu erleben!Am Ortsende von Adamclisi führt links eine breite Strasse zum Grabmal für Legionäre, zu dem man für 6 Lei (Fr. 3.-) Zugang erhält. Von über 1900 Jahr alten Original ist natürlich nichts mehr vorhanden, aber um 1970 lag rumänischen Archäologen sehr viel daran, aus dem Nichts ein solches Monument wieder zu errichten, obschon weder Zeichnungen noch Augenzeugenberichte vorlagen – trotzdem sehenswert.So wird man in Constanta empfangenWieder auf der Holperstrasse zurück folgte ich dieser Rund 60 km bis nach Constanta am schwarzen Meer. Es lohnt sich auf jeden Fall in der 360'000 Einwohner-Hafenstadt, und somit die Zweitgrösste des Landes, bis zur Piaţa Ovidiu zu fahren, da dieser sehr zentral und viele Parkmöglichkeiten bietet. Von dieser Hafenstadt aus kommen und gehen unzählige Schiffe, Tanker, Schnellboote, Hochsee- und normale Jachten. Obschon Constanta hauptsächlich aus einer riesigen Hafenanlage besteht, hat sie an Kulturellem viel zu bieten. Gleich am Hauptplatz Piaţa Ovidiu befinden sich das Archäologische Museum und nur ein Steinwurf weiter das Mosaik-Museum. Auch Panoramafreaks kommen hier nicht zu kurz, denn die im maurischen Stil errichtet innen etwas schlicht gehaltene grosse Mahmudije-Moschee aus dem 1910, bietet auf der Minarette für 4 Lei (Fr. 2.-) eine unglaublich schöne Rundumsicht. Wer schon mal im anatolischen Konya in der Türkei war, wir die Ähnlichkeit der Moscheen bemerken, da sie nach diesem Vorbild gebaut wurde. Von Allahs Gotteshaus weiter zum christlichen Weltenlenker, der aus dem 19. Jh. stammende Kathedrale St. Peter und Paul, geht es dann schon Prunkhafter zu und her. Casino in der Belle-Epoque-BaukunstBeim Eingang noch im Aussenbereich ist links der Einzug in den Himmel und rechts das Fegefeuer aus dem Schlunde des Drachen – sinnbildlich gemahlen aus der Offenbarung gut sichtbar. Unten am Meer endlich angelangt findet man das Aquarium vor, in denen hinter zerkratzten Scheiben grosse Störe, Rochen, Barsche, Karpfen und spitzzahnige Hechte sich tummeln. Gleich nebenan und schon von weitem zu sehen ist das aus dem 1909 stammende Casino in der Belle-Epoque-Baukunst. Von Weitem eine Augenweide bemerkt man von Nahem wie heruntergekommen es schon ist. Ein „Fresh up“ würde diesem an sich schönen Bauwerk gut stehen. Ein Blick auf Schwimmkräne und Speichergebäude des nahen Hafens gibt es gratis dazu. Folgt man der Promenade weiter, kommt man automatisch aus dem 13. Jh. errichteten Genueser Leuchtturm. Immer wieder auf der Strasse zu sehenEinige Kilometer wieder im Landesinneren führt die HS E87 nördlich verlaufend mit einer Distanz von ca. 120 km über weite Ebenen und leicht hügelige Landschaften etwas holprig nach Tulcea. Bei Babadag sollte unbedingt durch Zentrum gefahren werden, denn die LKW-Umfahrung gleicht eher einer Kraterlandschaft als einer Strasse. In der am Donaudelta befindende 110'000 Einwohnerstadt Tulcea fand ich im Hotel City (3 Sterne – http://www.hotelcity.ro/), welches gerade neu errichtet und eröffnet wurde, für 120 Lei (Fr. 60.-) ein überaus grosszügiges, klimatisiertes und komfortables 2-Bett Zimmer.Mit Constanta und Tulcea hatte ich die östlichsten Städte des Landes erreicht, worauf es von nun an in Richtung Westen und somit auch auf den Rückweg geht. Einige Sehenswürdigkeiten von diesem schönen Land werden aber noch folgen…..

 

 

16. Tag (22. August 2007) von Tulcea nach Vadu Molvova / 503 km
Highlights: Route 22, 24 / Iaşi
Wetter: sonnig
Tageshöchsttemperatur: 36 Grad

Gespann mit ES statt PSNach dem Frühstück im Hotel, einer Aussentemperatur von 27 Grad um 9 Uhr Morgens und die Klimaanlage im Auto gleich mal eingeschaltet, fuhr ich auf der HS Nr. 22 los. Kurz nachdem ich die Ortschaft Tulcea hinter mir gelassen hatte, eröffnete sich meinen Augen eine wirklich schöne Landschaft. Immer wieder dicht an der Ukrainischen Grenze begegnete ich auf der Strasse wieder mehr Esels- und Pferdekarren als Autos. Die Landschaft hügelig grün, oft mit Rebstöcken, Mais und Sonnenblumenplantagen bestellt, kleinen schönen Wäldern und immer wieder die Ausläufer des Donaudeltas im Blickfeld, fuhr ich die für Rumänische Verhältnisse relativ gut erhaltene Strasse nach Brăila. Kurz vor der Ortschaft endete die Strasse wieder plötzlich an einem Kuttersteg. Schön hinter einem LKW eingereiht lotste mich einer der Angestellten ein Stück weiter zu einem anderen Steg. Der Erste ist nur für LKW und der rechts dahinter Liegende für PW’s. Nach einer schlechten Einweisung eines weiteren Angestellten ärgerte er sich auf Rumänisch sichtlich über meine Unkundigkeit über seine Wünsche – ich musste mir das Lachen verkneifen J Nach ca. 25 Minuten war dann die Überfahrt ohne Zwischenfälle mit einer Bullen Hitze von bereits 33 Grad geschafft. Durch Brăila gefahren folgte ich noch ein kurzes Stück der nach Galaţi führenden HS Nr. 2b und bog danach an der Kreuzung in die NS Nr. 25 in Richtung Tecusi ein. Auf halbem Weg zur besagten Ortschaft erreichte ich die schier unendlich lange Ortschaft Barceau. Da alle Bewohner in dieser Ortschaft ihr Häuschen oder Hütte direkt an der Strasse errichtet haben, zog sich die Ortschaft mit max. 55 km/h auf dem Tacho ca. 10 km in die Länge. Immer wieder viel GrünDie Versuchung ist gross etwas schneller zu fahren, doch die Hüter des Gesetzes stehen Streife und nehmen jeder der schneller fährt aus dem Verkehr. Glücklicherweise wird vom Gegenverkehr die bevorstehende Kontrolle mit Lichthupe angekündigt, wie fast im ganzen Lande auch. Die Strecke von Tecusi nach Bârlad auf der HS Nr. 24 führt durch ein schönes, breites, grünes Tal, in dem viele Schaf-, Ziegen- und Kuhherden sich vom Verkehr nicht störend gemütlich über die frischen grünen Gräser hermachen. Einige Kilometer vor Huşi nahm ich die NS Nr. 24, die mich durch Vaslui führte. Die Strecke danach bis nach Iaşi, welches Gebiet noch immer zu den Ostkarpaten zählt, ist einfach traumhaft. Das Tal verlassen führt die Strasse auf den Grat des Hügelzuges weiter, wodurch man eine herrliche Sicht in beide grünen Täler geniessen kann.

In Iaşi angekommen fiel mir gleich auf der rechten Seite der gewaltige Kulturpalast auf, der zwischen 1890 und 1926 im neugotischen Stil erbaut wurde. Früher vier Jahrhunderte lang als Fürstenhof dient er heute als Museum für Kunst, Geschichte der Moldau, für Ethnografie und Polytechnik. Mit seinem übermächtigen Turm in der Mitte, den vielen kleinen Türmchen, Erkerchen und Balkone lässt er den Palast wie ein Märchenschloss erscheinen.

Kulturpalast in IaşiFolgt man nun der „Strada Ştefan cel Mare“ kommt man unweigerlich auf der linken Seite an vier Kathedralen bzw. Kirchen vorbei. Ich staunte nicht schlecht, dass von vier Kirchen bis auf eine alle gleichzeitig im Umbau waren?!! Nicht nur aussen sondern auch innen waren sie eingerüstet und zum Teil gar nicht betretbar. Das gleiche Bild bot sich mir auch auf der rechten Seite bei der Staatsoper und Nationaltheater. Nur die frisch renovierte Katholische Kathedrale stand befreit von Rohren und Holzbrettern in ihrem vollen Glanz da. Dieses vom Pech verfolgte Gotteshaus musste wegen Grossbrände zwei Mal komplett neu errichtet werden und erhielt erst beim letzten Bau den mächtigen Turm. Der Marmoraltar und die Innenbemalung durch den Italiener Giuseppe Carta kamen erst im 19.Jh. dazu.

Frustriert über den Umbau der anderen Sehenswürdigkeiten nahm ich bei sengender Sonne und 36 Grad im Schatten den Weg quer durch die Stadt zur Klosterkirche auf mich, um dort das gleiche Bild mit dem Gerüst feststellen zu müssen. Eine herbe Enttäuschung. Nach eine kühlenden Stärkung in Form eines halben Liter Mineralwassers hielt mich nichts mehr in der Stadt der Hitze, eingerüsteten Sehenswürdigkeiten und einem „Märchenpalast“.

Leider im UmbauMein Tipp: Wer diese Stadt auch besuchen möchte ist geraten, dies frühestens im Jahr 2009 zu tun, denn so lange wird der Umbau der Sehenswürdigkeiten sicher noch dauern!

Eine spezielle Eigenschaft birgt diese Stadt noch; die Autofahrer halten oft auch bei rot nicht an und fahren dann noch zu, wenn die Fussgänger schon lange grün haben und sich mitten auf dem „Zebrastreifen“ befinden!

 

Die HS E58 / E583 bis kurz vor der Ortschaft Roman entpuppte sich als eine wahre Strecke für Raser. Kaum ein PW fährt unter 100 km/h und oft wurde gedrängelt, als sässe ihnen der Teufel im Nacken. Dabei wäre die wunderschöne Landschaft bei etwas weniger Gas gut zu geniessen.

Ca. 10 Kilometer vor der Ortschaft Roman führte mich die HS Nr. 2 bis nach Vadu Moldova. Dort stieg ich in ein ***-Stern Motel ab, welchem ich aber eher 2 bis 3 Sterneabziehen würde. Nur, ich war einfach zu müde um weiterzufahren und der Tag neigte sich auch schon dem Ende zu. So beendete ich den Tag wie immer mit einem feinen Essen und dem einheimischen Ursus-Bier.

  

17. Tag (23. August 2007) von Buneşti nach Cluj-Napoca / 428 km
Highlights: Moldauklöster / Pasul Ciumîrna
Wetter: sonnig
Tageshöchsttemperatur: 28 Grad

Klostergarten in DragomirnaHeute standen die Moldauklöster auf dem Programm. Froh, diese üble Unterkunft verlassen zu können, fuhr ich also auf der HS Nr. 2 durch das Naturschutzgebiet weiter, bis nach Suceava. Kurz nach der Ortschaft war auch schon Dragomirna beschildert, dessen Strasse aber in einem schrecken erregenden Zustand mit vielen tiefen Schlaglöcher war. Bald tauchte die Ortschaft auf und schon war ich auch schon durch sie hindurch gefahren, ohne dabei das Kloster gesehen zu haben. Schon in tiefen Zweifel geraten tauchte es 1-2 Kilometer ausserhalb dann doch noch auf. Zu Fuss den Rest durch eine schöne Baumallee fällt einem die mächtige Schutzmauer auf. Einmal durch die dicke Mauer durch das Tor eingetreten, wird man von einer netten Klosterfrau um 9 Lei (Fr. 4.50) bzw. 3 Lei für Eintritt und 6 Lei fürs Fotografieren erleichtert. Auf der Quittung konnte ich entnehmen, dass der Preis für den Eintritt früher einmal 10 Lei gewesen war. Die Kirche im Zentrum der Anlage wurde von Anastsie Crimce 1609 auf rechteckigem Grundriss errichten. Der von den Klosterfrauen liebevoll gepflegte Garten lässt einem auch gerne erst mal im Freien verharren, bestaunt die Eck-Türme der Festungsmauer und natürlich die Kirche selbst. Im Inneren der Kirche, zwischen den harmonisch verteilten spätgotischen Fenstern, lassen sich aus dem 17. Jh. entstandene Fresken mit den Themen: Auferstehung, Kreuzabnahme und weitere Biblische Geschehen gut erkennen. Leider ist das Knipsen im Inneren der Kirche verboten. Im Klostermuseum, dem altgotischen Saal, befindet sich aber der wahre Schatz der Kirche. Unter den Objekten aus der Gründungszeit Dragomirnas sind besonders die Miniaturen geschmückten Evangeliare bemerkenswert.

Moldaukloster in SuceviţaWieder zurück auf der HS Nr. 2 fahre ich weiter bis die Abzweigung mich nach Rădăuţi leitet. Im Ort biege ich links auf die NS Nr. 17a ab und folge ihr bis nach Suceviţa. Dieses aus dem späten 16. Jh. stammende grössere und mächtigere Kloster ist viel bekannter und mehr von Besuchern frequentiert, als das in Dragomirna. Dort ergab sich beinahe das Gleiche Bild wie im Kloster zuvor: erst die Baumallee, dann die Festungsmauer mit dem Tor, den Eintritt von 9 Lei in der gleichen Zusammenstellung und die Kirche in der Mitte der Anlage – aber mit dem bedeutenden Unterschied, dass die Wehrmauer mit 100 und 104 Meter einiges länger bzw. breiter ist, und die darin befindende Kirche mich schwer zum erstaunen brachten: Die Fresken waren auch Aussen angebracht!! Von weitem sah es für mich wie eine Kirche mit Tätowierung aus; sehr skurril, aber sehr schön zum ansehen! Das Kircheninnere war ebenfalls reich an schönen Fresken. Der Zufall wollte es, dass genau zu diesem Zeitpunkt einige Restauratoren daran waren, diese Heiligenbilder aufzufrischen. Eine seltene Gelegenheit bei dieser Arbeit dabei sein zu können.

"Tatoo" der MoldauklösterAuf der gleichen Strasse weitergefahren windet sie sich über viele Serpentinen hinauf zum Pasul Ciumîrna (Pass), welcher auf 1190 Meter liegt. Die Strasse zuerst durch den Wald führend öffnet sich das Blätterdach nach einigen Kilometern und zeigt eine herrliche Alpenlandschaft. Auf der Rückseite des Passes sieht man von oben die Holzhäuser der Bauern wie Streichholzschachten tief unten im Tal. Das Kloster Moldoviţa im gleichnamigen Dorf ist schnell erreicht und auch gut beschildert. Auch hier ein ähnliches Bild wie in Suceviţa: Wehrmauer, die aber bedeutend kleiner ist als in Suceviţa, schön gepflegte Gartenanlage und die Klosterkirche mit Aussenfresken. Im Gästehaus, welches auf der rechten Seite beim Hineinkommen steht, ist nun das Klostermuseum untergebracht, in welchem auch der sehr aufwändig geschnitzte Thronsessel des Klosterstifters und Fürst Petru Rareş zu bewundern ist. Trotz Ähnlichkeit der zwei Klöster sind beide auf ihre Art sehr sehenswert!Die grünen NordkarpatenAuf der HS. Nr. 17 angelangt, entschloss ich mich kurzfristig meine Heimreise anzutreten, obschon ich noch die sehenswerten Klöster in Humor und Voroneţ besichtigen wollte. So bog ich also rechts statt links ab und fuhr über die Passstrasse nach Vatra Dornei bzw. Bistriţa. Zu erwähnen ist aber auch, dass 2/3 der Strecke wegen Neubau der Strasse aus Schotter bestand und ich für diese 126 Kilometer durchschnittlich nur gerademal 30 km/h fahren konnte. Eine sehr zeitraubende und nervenaufreibende Angelegenheit, bei welcher nicht nur mir der Geduldsfaden gerissen war!! So konnte ich leider nicht viel von der wunderschönen Landschaft der Nordkarpaten bewundern. Die Strasse wird voraussichtlich erst im 2009 fertig gestellt sein, und sollte wenn möglich bis dahin umfahren werden.

Da ich die nachfolgende Strecke bis Cluj-Napoca verständlicherweise sehr „zügig“ unterwegs war, kann ich leider nichts über die Landschaft berichten. Aber die Strassen waren zwischen etwas holperig bis sehr gut zu befahren. Ortsausganges von Cluj-Napoca ich im Motel „Vila Cionca“, ein sehr gepflegtes und sauberes Motel, für 80 Lei (Fr. 40.-) ein Zimmer (http://www.vilacionva.ro/)

  

18. Tag (24. August 2007) von Cluj-Napoca nach Neuberg an der Mürz (Österreich) / 779 km
Highlights: Teilstrecke der HS Nr. E60
Tageshöchsttemperatur: 34rad

Nach einem guten Frühstück (ist im Zimmerpreis nicht inklusive) entschloss ich mich kurzfristig meine Verwandten auf dem Rückweg nach Hause in Österreich zu besuchen. Bis nach Wien blieb aber die Route unverändert bzw. wich nicht von meiner ursprünglichen Planung ab. Der ideale Punkt das schöne Rumänien wieder zu verlassen ist der, bei dem ich auch hineingekommen war: bei Oradera. So fuhr ich die HS Nr. E60 zur besagten Ortschaft. Die kurvenreiche Strecke, zum Teil sehr gut ausgebaut, führt durch die Ausläufer der Westkarpaten und war mit ihren schönen, zum Teil bewaldeten Hügeln und kleinen Dörfern ein Genuss bis kurz vor Aleşd. In Oradera folge ich der Hauptstrasse bis zur Grenze nach Ungarn. Nach einer kurzen Kontrolle ohne Probleme am Zoll überquerte ich diese und wechselte kurz danach an einer Wechselstube meine Lei’s zu Forint. Ein Container daneben im Truck Shop werden auch gleich die Autobahnvignetten für die Autobahn Ungarns verkauft. Nach Angabe meines Autokennzeichens erhielt ich für 1530 Forint (Fr. 10.-) eine Quittung in Form eines Kassenzettels, welche gleichzeitig als Vignette dient und für vier Tage gültig ist. Den Rückweg nahm ich über HS Nr. E60 (42) und E79 (47) nach Debrecen und war überaus angenehm erstaunt, wie gut doch die Hauptstrassen hier in Ungarn sind im Vergleich zu denen in Rumänien!!Ab Debrecen folgte ich der Autobahn via Budapest und Györ bis an die Grenze zu Österreich. Wer jetzt noch genügend Zeit hat, dem kann ich wärmstens die wunderschöne Steiermark und das angrenzende Niederösterreich empfehlen zu besuchen. Mit ihren traumhaft schönen Tälern, Bergen, Flüssen und Wäldern lohnt es sich einen kleinen Abstecher durch das Mürztal (ab Mürzzuschlag), Mariazell nach Sankt Anton an der Jessnitz, um so weiter nördlich wieder auf die Autobahn zu gelangen. Wer es aber eilig hat nach Hause zu kommen, der kann via Wien, St. Pölten und Linz den schnellen Heimweg finden.  Fazit zu RumänienMit Rumänien verbinden viele Menschen Armut und Rückständigkeit. Doch der Karpatenstaat ist in einem gewaltigen Umbruch und wenn auch nicht so schnell, dafür aber sicher auf europäischem Kurs. Von all den Horror- und Schauergeschichten über hohe Kriminalität habe ich auf meiner ganzen Reise nichts gesehen und gespürt. Die Armut, vor allem in Bukarest, ist nicht wegzuleugnen und erfordert noch viel Handlungsbedarf des Staates. Dabei wird es auch noch Unsummen an EU-Geldern kosten, bis dieses Problem und das der extrem schlechten Strassenzustände behoben sind. Falls die Regierung den EU-Kurs und den westlichen Fokus beibehält, ist sie in meinen Augen auch auf dem richtigen Weg. Rumänien ist mit seiner kulturellen und landschaftlichen Schönheit allemal eine Reise wert.

 

 

 

Daten und Fakten zu Rumänien:

Amtssprache: Rumänisch; in Transsilvanien z.T. auch Ungarisch und Deutsch

Hauptstadt: Bukarest

Staatsform: Republik

Fläche: 238.391 km²

Einwohnerzahl: 21.714.000 (Stand 2005)

Bevölkerungsdichte: 93,7 Einwohner pro km²

BIP: $121.901Mrd.

Währung: 1 Leu = 100 Bani

Unabhängigkeit 9. Mai 1877

Nationalfeiertag 1. Dezember

Zeitzone UTC+2 OEZ / UTC+3 OESZ (März–Oktober)

Bodenschätze: Erdöl (Vorkommen sinken), Erdgas, Kohle (v. a. Braunkohle), Salz, Gold, Wasserkraft

Landnutzung: Ackerland 41 %, permanente Saat 3 %, Weide 21 %, Wald 29 %, Rest 6 % (geschätzt)
Rumänien in Europa
 

 

 

19. Tag (25. August 2007) Neuberg an der Mürz (Österreich)

Highlights: Neuberg / Wanderung
Tageshöchsttemperatur: 28 Grad

Wer nun also doch den Weg mitten durch die schöne Steiermark gewählt hat, sollte unbedingt via Mürzzuschlag in „Neuberg an der Mürz“ halt machen. Dieses kleine Städtchen mit ihrer berühmten Stift (ehemaliges Kloster mit hochgotischen Hallenkirche), welches  um 1327 durch den Habsburger Herzog Otto den Fröhlichen gegründet  wurde, hat nicht nur viel Charme, sondern ist auch ein idealer Ausgangspunkt für schöne Wanderungen auf die Alm und angrenzenden Berge. Eine ideale und komfortable Bleibe mit ausgezeichneter Küche und Bedienung findet man im Zentrum beim Holzer Martin www.hubertholzer.com  Zu Ferienzeiten sollte man unbedingt rechtzeitig reservieren, da die Zimmer schnell ausgebucht sind.

 

Auf der Schneealpe in Neuberg   Auf der Schneealpe in Neuberg 

 

 

20. Tag (26. August 2007) von Neuberg an der Mürz nach Zürich / 813 km
Highlights:
Tageshöchsttemperatur: 31 Grad

Wer jetzt auf der Bundesstrasse 23 weiter fährt, würde via dem kleinen Pass Lahnsattel (1006 MüM.) Mariazell erreichen. Dieser Wahlfahrtsort ist auf jeden Fall ein Besuch wert und sollte auf dieser Tour nicht fehlen. Da ich aber diesen Ort schon einige Male besucht habe, fuhr ich wieder zurück nach Mürzzuschlag um dort via Autobahn über Bruck an der Mur nach St. Michael zu gelangen. Von dort aus nahm ich die Autobahn A9 bis nach Liezen. Die rund 79 Km Bundesstasse, welche die zwei Autobahnen A9 und A10 verbindet, führen zwischen der Dachsteingruppe und der Schladminger Tauern Gebirge hindurch. Danach kann bequem auf der Autobahn via Salzburg, Rosenheim, Innsbruck in die Schweiz gefahren werden, oder man nimmt die schönere Route via Bischofshofen, Zell am See, Mittersill über den Gerlospass nach Jenbach. Von da aus kann man dann wieder via Autobahn A12 via Innsbruck in die Schweiz fahren. Ich entschloss mich für die zweite Variante und genoss kurz vor dem Gerlospass die Aussicht zu den Krimmler Wasserfälle.Auch lies ich es mir nicht entgehen, anstelle des Arlberg-Tunnel die Passstrasse über den Berg zu nehmen und erreichte via Bludenz bald die Schweizer Grenze. Laut GPS führt die kürzeste Route via St. Gallen nach Zürich. 

 

 

Gesamtfazit zur Reise (Slowenien, Ungarn und Rumänien):
In den Rund 6600 Kilometer die ich zurück gelegt habe, habe ich drei wirklich schöne und doch unterschiedliche Länder gesehen. Obschon diese Länder zu einander bzw. nacheinander „Nachbarn“ sind, sind sie von der Kultur und Landschaft doch recht unterschiedlich. Am Besten war die Kluft zwischen Reichtum und Armut zwischen den Ländern zu spüren. Der Osten (Rumänien) ist doch noch recht arm im Verhältnis zum Westen (Slowenien), holt aber mächtig auf. In keinen der Länder fühlte ich mich unwohl oder gar bedroht, sondern erlebte vor allem in Slowenien eine grosse Gastfreundschaft und Herzlichkeit. In allen drei Ländern gibt es sehr viel zu sehen, ob kulturell oder landschaftlich und ist allemal eine Reise wert! 
 

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