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Motorrad-Verschleiss Drucken E-Mail

Töffs


Wie Ihr sicher schnell mal merkt, bin ich ein völlig angefressener Motorradfahrer. Ehrlich gesagt, ich hatte einen recht grossen Verschleiss an Töffs, bis ich einigermassen die Maschine gefunden habe, die mir am ehesten vom Fahrfealing, Sitzposition und von der Motorleistung zusagte.

 

1. Honda CM 125 T

2. Yamaha RD 125

3. Yamaha FZ 750

4. Kawasaki ZX 10

5. Yamaha FJ 1200

6. BMW R 80 PD

7. Honda VFR 750

8. Kawasaki 1100 Zephyr

9. Suzuki GSF 1200 Bandit

10. Honda XRV 750 Afica Twin

11. Honda CB 750 Four

12. BMW R 1150 GS

13. Honda VTR 1000 F FireStorm

 

 

 

Spitznamen für Motorräder


1. Töff / Honda CM 125 T

Meine erste "grosse" Maschine nach dem Töffli war eine Honda CM 125 T, von der ich leider kein Bild mehr fand. Viel zu diesem Schwachstrom-Töff kann ich leider nicht sagen, da ich sie nach ca. 2 Monaten verschenkte. Oft hatte ich nach ca. 50 km starke Rückenschmerzen, da ich zu gerade auf dem "Christenverfolger" sass. Das müde Geschirr war sonst recht gemütlich zum fahren und ist ein ideales Motorrad für Anfänger, aber wenn es um eine kleine Anhöhe zu bezwingen ging, hatte ich das Gefühl, sie wolle rückwärts rollen....

Technische Daten:

2 Zylinder / Luft gekühlt / 4 Takt / 125 ccm / 12 PS / max. 105 km/h ( woahhhh....) / 0-100 km/h ca. 45 sec.
(mit 2 Pers. unendlich)

 

 


2. Töff / Yamaha RD 125 YPVS

Yamaha RD mit meinem Vater und BruderNach dem schrecklichen Erlebnis mit der Honda sah ich mich gezwungen, mir etwas schnelleres zu besorgen. Ich hatte die Qual der Wahl zwischen 2 Typen: Suzuki Gamma und Yamaha RD. Etwas schnelleres in dieser Preislage gab es dazumal noch nicht. Das Rennen gewann die Yamaha, da ich eine gute Occasion in Aussicht hatte. Es war eine geniale Maschine doch sie liess mich doch ein mal im Stich. Mitten auf der Autobahn stellte das Teil einfach ab. Der Grund: Ein durchgebrannter Kolbenboden. Es war leider nicht das letzte mal, das ich ein Töff statt fahren schieben musste (ganz nach dem Motto: wer sein Töff liebt, der schiebt).  Diese kleine "Rennmaschine" begleitete mich die restlichen 2 Jahre bis ich die "grosse" Prüfung machen durfte. Mit ihr erhielt ich auch meine erste Busse. Ich hatte es "etwas" eilig zur Arbeit (78 km/h statt 50 km/h) und wie es im Leben ist: Die Polizei ist immer und überall. Ich kam mit einer Busse von 450 Fr. weg.

Auf dem Foto sind mein Bruder (links) mein Vater (rechts) und ich "archiviert".

Technische Daten:

1 Zylinder / Wasser gekühlt / 2 Takt / 125 ccm / 18 PS / max. 155 km/h ( jeaahhhh....) / 0-100 km/h ca. 10 sec.

 

 


3. Töff / Yamaha FZ 750 Genesis

Yamaha FZ 750 Genesis Nun war es soweit. Die 2 sehr langen Jahre waren endlich vorbei. Ich kratzte mein Erspartes zusammen, und kaufte mir eine Yamaha FZ 750 Genesis. Das war aber ein gewaltiger Unterschied zu meiner RD. Der Wecker (Motor) war extrem ruhig, dafür aber bärenstark. Bei dem Typ hatten die Konstrukteure wieder mit der 5 Ventil Technik begonnen. Der Töff war bis aufs Fahrwerk und der Sitzbank eine Revolution. Nach ca. 100 km war ich gezwungen eine Pause einzulegen, da mein Hintern beinahe glühte. Und wer nicht Oberarme wie Arnold Schwarzenegger hatte, fuhr besser etwas langsamer in die Kurven.

Defekte FZTja, leider lief es mit der FZ nicht immer so gut!! Einmal legte ich auf der Autobahn bei 100 km/h die Maschine auf die Seite. Meine Landung wurde auf der Überholspur beendet. Ich humpelte danach noch fast 1/2 Jahr lang leicht.

 

 


Technische Daten:

4 Zylinder / Wasser gekühlt / 4 Takt / 750 ccm / 102 PS / max. 225 km/h / 0-100 km/h ca. 3 sec

 

 


4. Töff / Kawasaki ZX 10

Kawasaki ZX10 Wie sollte es anders kommen als wie vermutet: Die schlechten Fahreigenschaften der FZ auf Touren liessen mich wieder Ausschau halten nach einer besseren Maschine. Naja, sie sollte auch etwas mehr Drehmoment haben. Noch mehr hatte mein Hinterteil von den Strapazen der Sitzbank genug! Auch die ewige Schalterei der FZ (6 Gang Getriebe) ging mir schwer auf den Keks. Die Evaluation hatte wieder begonnen. Nun ja, wer eine bullige und schnelle Maschine wollte, kam an der Kawa ZX10 nicht vorbei. Sie war damals die Schnellste unter den Serien-Motorräder. In Wahrheit: sie war wie eine Kanonenkugel, die beinahe nicht zu bremsen war. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt. Doch wer mit der etwas sportlichen Haltung Mühe hat, sollte sich ein SuperBike-Lenker zulegen.
Diesem Töff trauere ich noch schwer nach. Sie war nicht nur die Schnellste sonder auch die schönste Maschine. Leider wurde die Produktion 1 Jahr später eingestellt, da sie durch die ZZR abgelöst wurde. Aber auch diesen Töff musste ich einmal stehen lassen. Zuerst fiel mir das schwache Abblendlicht auf. Einige Minuten später auf der Überholspur fing der Motor an zu stottern. Der LKW-Fahrer schaute mich nur mit grossen Augen an, als ich es nicht schaffte ihn zu überholen. Fazit: der Alternator hatte den Geist aufgegeben.

 

 

Technische Daten:

4 Zylinder / Wasser gekühlt / 4 Takt / 1000 ccm / 138 PS / max. 275 km/h / 0-100 km/h ca. 2,8 sec

 

 


5. Töff / Yamaha FJ 1200

Yamaha FJ1200 Nachdem meine "Tieffliegerzeit" beendet war, stieg ich auf etwas gemütlicheres um. Wäre ich bei der ZX 10 geblieben, hätte ich vermutlich diese Homepage nicht mehr schreiben können. Mein neues Motto war: Möglichst weit und komfortabel fahren. Das "rasen" musste ich mir abgewöhnen. So landete ich bei einem Klassiker. Viele Töffzeitschriften schwärmten damals von der legendären FJ 1200. Also; gesehen, gefahren, gekauft. Die FJ 1200 ist eine ausgereifte Tourenmaschine sehr bequem und auch für Fahrten mit Sozius geeignet. Rassiges Fahren zu zweit in Kurven ist aber nur bedingt möglich, da die Fussrasten relativ schnell am Boden ankommen.
Der Grund weshalb ich die FJ 1200 verkaufte, war, dass ich für eine Weile mit Töfffahren aufhörte.

Technische Daten:

4 Zylinder / Luft gekühlt / 4 Takt / 1200 ccm / 115 PS / max. 220 km/h / 0-100 km/h ca. 4 sec

 

 


6. Töff / BMW R 80 Paris-Dakar

Leider kein anderes BildSo geschah es aber, dass ich nach 2 Jahren Töff - Abstinenz wieder ein motorisierter Unterteil brauchte. Leider fand ich kein Bild von dieser seltenen BMW, da sie nur Limitiert hergestellt wurde. Schade. Sie war pechschwarz mit knallgelben Sturzbügel. Die Einen liebten sie, die Anderen hassten sie. Das praktische an dieser Maschine war, dass man die 800 ccm Zylinder durch 1000er ersetzten konnte, ohne das man etwas von aussen erkannte. Ansonsten war es eine recht gutmütige Maschine. Der Motor ist etwas schwach auf der Brust und ist dadurch nicht gut geeignet für Fahrten mit Sozius. Auch das Anlassen des Motors will geübt sein. Sie springt nicht ohne weiteres einfach an. Falls mal die Batterien leer sind, kann sie mit einem seitlich angebrachten Kickstarter mit viel Kraft und Schwung angelassen werden. Auch der Fahrkomfort lässt etwas zu wünschen übrig. Sie hat recht starke Vibrationen in fast allen Tourenzahlen. Dafür ist sie nicht tot zu kriegen.
Nach 3 Monaten verkaufte ich sie aber wieder, da es mir nach 80 km den ganzen Nacken verspannte. Von da an nahm ich mir vor, kein Töff zu kaufen, mit dem ich nicht mindestens 100 km geschrubbt war. Vermutlich hätte es ein anderer Lenker auch getan.

Technische Daten:

2 Zylinder Boxer Motor / Luft gekühlt / 4 Takt / 1000 ccm / 70 PS / max. 190 km/h / 0-100 km/h ca. 4,5 sec

 

 


7. Töff / Honda VFR 750 F II

Honda VFR 750 F IIJa ja, ich wusste es ja selbst!! Irgend wann würde ich wieder auf eine richtige Strassenmaschine umsteigen. Die VFR war für mich gerade die Richtige. Schneller als die BMW, handlicher und natürlich keine Nackenschmerzen!!! Auch der "Sound" des V-Motors war "geil"! Es war der richtige Töff um schnell ein paar Pässe nach Feierabend zu fahren. Nur mit Sozius war sie ein bisschen zu schwach. Dazu fehlte ihr einfach das Drehmoment einer Grösseren. Oft musste ich die Beine von den Fussrasten nehmen da sie wieder eingeschlafen waren. Die Fussrasten waren ein bisschen zu weit oben für mich (1,8 Meter) weshalb es mir in den Kniekehlen das Blut staute.

Technische Daten:

4 Zylinder / Wasser gekühlt / 4 Takt / 750 ccm / 100 PS / max. 210 km/h / 0-100 km/h ca. 3.3 sec

 

 


8. Töff / Kawasaki 1100 Zephyr

Zephyr 1100Mit der Zephyr verbrachte ich wirklich sehr schöne und sehr hässliche Zeiten. Zu erst die schönen Seiten und Zeiten. Sie war äusserst bequem für Fahrer und Beifahrer. Nachdem ich die vorderen Federbeine gewechselt hatte (waren zu weich), war dieser Gerät echt "cool"! Meine damalige Freundin ich  schrubbten mit der Zephyr sogar nach Korsika und Spanien in die Ferien. Etwas "weniges" Gepäck mussten wir doch für die 3 Wochen mitnehmen. Trotz hohem Eigengewicht (260 kg) hob das Vorderrad bei dieser Ladung schon bei mittlerer Beschleunigung ab. Mit Pässerasen war also sicher nichts. Auch der Pneu hinten war extremen Verschleiss ausgesetzt. Nach einem längerem Autobahnstück (255 km) schälte sich der Gummi leicht vom Pneu und bekam richtige Schuppen. Ansonsten war es ein guter  Töff. Lediglich die Fussrasten liessen bei rassiger Fahrweise mit Sozius schnell einen Funkenregen in den Kurven sprühen. Wegen der älteren Technologie und der fehlenden Verschalung ist die Zephyr zu einer richtigen Säuferin geworden. Wenn man ganz zahm fuhr, brachte man den Durchschnitt nicht unter 6,5 Liter. Normal war aber eher 7,3 Liter. Wer aber auf längeren Touren unterwegs ist, wird schnell mal die Cockpitverschalung vermissen. Es zieht ganz tüchtig um die Ohren und schnelleres Fahren als 120 ist auf lange Distanzen fast unmöglich. Ideale Geschwindigkeit ist aber eher max. 100 km/h.
Die wirklich hässlichen Zeiten erlebten wir in Spanien. Auf der ganzen Reise (ca. 7500 km) mussten wir fünf Mal eine Kawa-Werkstätte aufsuchen. Die Krönung dieser Geschichte ist, dass wir das Bike in Barcelona stehen lassen mussten. Das Benzin floss statt durch die Vergaser einfach über die heissen Zylinder. Wir hatten Glück, dass das Bike nicht noch Feuer fing......

Technische Daten:

4 Zylinder / Luft gekühlt / 4 Takt / 1100 ccm / 105 PS / max. 215 km/h / 0-100 km/h ca. 3,5 sec

 

 


9. Töff / Suzuki GSF 1200 S / Bandit

GSF 1200 S / BanditNach meinem Spanientripp hatte ich die Nase von der Kawa gestrichen voll. Die Freude kann einem ja schon vergehen, wenn der Töff mehr beim Mech steht, als was man effektiv fahren kann. Ich wollte auch wieder ein Bike, das Minimum eine Cockpitverschalung hatte. Auch sollten die Fussrasten mit Sozius nicht so schnell in den Kurven abgeschmirgelt werden. Ich gebe ja zu; auch mehr Leistung (PS) wollte ich wieder haben. So landete ich bei der Bandit. Liest man diverse Töffzeitschriften, kommt man schnell darauf, dass sehr viel und fast nur gutes über dieses Bike geschrieben wurde. Eine kurze Probefahrt überzeugte mich sofort. Bei diesem Töff stimmt einfach alles; Sitzposition, allgemeines Handling, Leistung (nachdem die Schikanen entfernt und die Auspuffanlage gewechselt wurde), Bremsen und der Sound. Nur vom Tuning würde ich abraten (Nockenwelle). Sie läuft danach sehr unruhig und die Leistung nimmt  "fast nicht spürbar" zu. Wegen dem guten Fahrwerk und dem starken Motor ist eine Fahrt mit Sozius kein Problem. Auch der Spritverbrauch hält sich in Grenzen (6,3 Liter / 100 km).
 

Technische Daten:

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10. Töff / Honda XRV 750 / Africa Twin

Nun ist es doch nochmals passiert! Ich merkte bald mal, dass für die Ferien die Bandit doch sehr ungeeignet ist. Sie ist einfach zu sportlich!!! Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir ein zweites Bike zu zulegen. Ich evaluierte recht lange bis ich endlich das ultimative Bike für die Strasse und das Gelände gefunden hatte. Auch das Preis - Leistung Verhältnis musste stimmen. Schliesslich bin ich ja nicht "Krösus"!! Das Evaluieren ist eine Sache; eine gute Occasion zu finden die Andere. Ist musste doch mehr als 2 Monate suchen bis ich eine zu einem vernünftigen Preis fand. Sie sind extrem gesucht und verschwinden meist unter der Hand. Nach einem kleinen Trip nach Südfrankreich verspürte ich leider wieder (wegen der geraden Sitzposition) meine alten Rückenschmerzen. Kaum zurück wurde auch schon der hohe Lenker in einen Tieferen gewechselt. Auch die Sitzbank musste aufgepolstert werden, da sie einfach zu schmal war. Jetzt ist es ein echt starkes Bike. Sie ist auch für grosse Leute (so genannte Doppelmeter) ideal. Mit den richtigen Pneus kann man die Twin fast wie eine Rennmaschine fahren und auch auf grobem Schotter ist das Handling spielerisch leicht. Sie liegt sehr gut in der Kurve, schwanzt mit viel Gepäck nur leicht und gehört auch nicht zu den Säuferinnen (6 Liter / 100 km). Erst ab 120 km/h braucht sie etwas mehr Sprit zum gurgeln. Mit ihren 750 ccm ist aber die Leistung begrenzt. Mit Sozius hätte man sich aber gerne ein paar PS mehr gewünscht. Im Schotter ist sie die Königin. Sehr einfach zum fahren. Selbst im groben Schotter ist man recht zügig unterwegs.

 

Mit diesem Bike machten wir folgende Reisen:

Portugal (1998)

Griechenland / Türkei (1999)

 

Fazit: Ein sehr gutes Bike für Reisen und für mittleres Gelände

Technische Daten:

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11. Töff / Honda CB 750 Four

So, und nun bin ich in das Alter gekommen, in dem man(n) sich einen OldTimer anschafft. Es ist eine Legende, über die sicher auch noch im nächsten Jahrhundert gesprochen wird. Egal ob es gerade aufgehört oder begonnen hat. Die "Four" wird als "der Klassiker" weiter bestehen. Über dieses Bike habe ich eine eigene ausführliche Seite erstellt.

 

ab zur CB 750 Four....

 

 


12. Töff / BMW R 1150 GS

Alle guten Dinge sind 12?? Ich bin bis jetzt davon überzeugt. Doch das hat nichts mit der Zahl 12 zu tun sondern eher mit der Überzeugung des 12ten Bike's!!
Meine Frau Berna und ich haben beschlossen, nicht mehr "grob" ins Gelände und auf unseren Reisen / Ausflügen nur noch Asphalt oder feinen Schotter zu fahren. Ich entschloss mich für eine 1150er GS, nachdem ich sie einen ganzen Tag gemietet hatte. Die Ausstattung wie ABS, elektronische Einspritzung, 3-Weg Katalysator, Griffheizung, neu entwickelte Federung und der hohe Fahrkomfort, überzeugten mich sehr.
Zuerst hatte ich bedenken, dass die Zylinder in starker Schräglage aufsetzen könnten. Nichts da!!! Sie lässt sich wie ein Strassenräuber in die Kurven legen und Suchtgefühle kommen in einem hoch. Das Fahrwerk begeistert einem auf Anfang hin. Die Erstbereifung vorne und hinten (Michelin T65) ist mehr als schlecht. Es lohnt sich auf jeden Fall  einen Anderen auszuprobieren. Der lang übersetzte sechste Gang ist eine Wohltat für jeden GS-Fahrer. 120 km/h mit knapp 3500 Umdrehungen sorgen nicht nur für weniger Vibrationen sondern auch für geringeren Benzinverbrauch. Nur schade dass der erste Gang so lange übersetzt ist. Das macht eine Fahrt im Stau recht mühsam. Auch die Fussrasten sind etwas am falschen Ort. Sie kommen beim Abstehen immer in den Weg. Der Blinkerschalter ist sehr gewöhnungsbedürftig und will geübt sein. Die Hupe findet man im Notfall vermutlich nicht. Eher wird der Blinker dabei betätigt, als dass das Horn einen Ton von sich gibt. Der Lichtschalter ist so schlecht angebracht, dass man das Licht lieber immer an hat. Die breite und in der Höhe verstellbare Sitzbank ist ein Traum und lässt kein Wünsche offen. Auch der Kardanantrieb ist eine saubere Sache. Ich auf jeden Fall weine dem Kettenschmieren, -spannen, -ersetzen und den vom Kettenfett verspritzten Felgen nicht nach. Falls Reisen in Länder geplant sind in denen es kein Bleifrei gibt, erhält man in verschiedenen Shops ein Zwischenstück für den Ersatz des Katalysators. Dadurch wird sie etwas lauter. Nur schade dass der Tankinhalt auf 22 Liter begrenzt ist. Weite Strecken in fernen Länder lässt einem frühzeitig nach Tankstellen Ausschau halten obwohl der Benzinverbrauch mit durchschnittlich 5.8 Liter recht tief liegt. Das leider etwas hohe Leergewicht von 249 kg verbannt jeden GS-Fahrer vom groben Schotter. Nun zuletzt zum Anschaffungspreis; der ist leider etwas hoch. Doch wenn man das Bike im Gesamten betrachtet, bekommt man sehr viel Motorrad fürs Geld.
Ich kann dieses Bike wirklich jedem weiter empfehlen, der min. 1,75 Meter gross ist.

Mit diesem Bike machten wir folgende Reise:

Türkei / Syrien (2001)

 

 

Fazit: Das beste Bike für Reisen und für leichtes Gelände

 

Technische Daten:

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13. Töff / Honda VTR 1000 F (FireStorm)

Das ich die BMW nach nur 2 Jahren verkaufen würde, hätte ich eigentlich nicht gedacht, da sie ein ausgezeichnetes Reisemotorrad ist/war. Dass ich sie doch verkauft habe lag daran, dass wir keine grossen Reisen mehr planten und für eine kleine Tour zwischendurch reichte mir mein Oldtimer CB 750 Four eigentlich schon. Dass mich aber ein Jahr später es mich wieder juckte, eine schnellere und bequemere zuzulegen, hätte ich nicht gedacht. Nun, grosse Motorradreisen waren aber keine geplant, und so konnte ich mir wieder eher ein Fun-Bike zulegen. Eine 1000er sollte es schon sein und per Zufall kam ich an eine äusserst preiswerte gebrauchte VTR ran. Nach eine Probefahrt wusste ich, dass sie ausser der Sitzhaltung (ich hasse Stummellenker) ideal für mich war. Nach einem kurzen Deal mit dem Verkäufer gehörte sie dann mir.

Nun zu den Fahreigenschaften und technischen Aspekten dieser Maschine:
Wie ich schon erwähnt habe, ist die Sitzhaltung für längere Fahrten beinahe unerträglich. Die Embryostellung geht zu stark auf die Handgelenke und auch der Rücken meldet sich bald mal, da man versucht die Handgelenke damit zu entlasten. Einzige Lösung dafür ist ein Superbike-Lenker. Dieser Alu-Lenker gibt es mit Eignungserklärung für das Strassenverkehrsamt (TÜV) von dem Hersteller LSL Motorradtechnik in Krepfeld Deutschland. Da die originalen Bremsschläuche aber zu kurz sind, müssen diese auch gleich mitersetzt werden. Am Besten gleich Panzerschläuche montieren. Auch diese erhält man mit Eignungserklärung (Spiegler Bremstechnik, Freiburg / Deutschland). Unglücklicherweise muss aber die Cockpitschale für den Lenkereinschlag (mit LSL-Lenker) ausgeschnitten werden, und das nicht nur an der Frontscheibe sondern auch an der Halterung. Es gibt aber Lenkerhersteller, bei denen das nicht nötig ist (Lukas oder Stauch SBL). Leider wusste mein Händler und ich das dazumal noch nicht, weshalb ich meine ausscheiden musste. Doch der Umbau hat sich auf jeden Fall gelohnt! Das Sitzen auf der VTR ist jetzt traumhaft und das Handling um Welten besser und sicherer. Man ist dadurch viel mehr integriert und hat mehr Gefühl zum Vorderrad (was vor dem Umbau nicht der Fall war). Eigentlich ist das schon alles was nachträglich umgebaut werden muss, es sei denn..... aber ja... optisch kann man auch noch einiges verändern wie z.B. Frontscheibe von MRA (mit Eignungserklärung), andere Blinker (Original sehen sie etwas klobig aus) oder nur gerade die Blinker-Gläser, Rücklicht, Bugspoiler (mit Eignungserklärung) usw.. Das sind die Teile, die ich gewechselt habe.
Zum Motor; der Twin (2 Zylinder) ist mit seinen 98 PS (72 kW) und 97 Nm sehr durchzugstark und reicht auch mit Sozia um gut voran zu kommen. Leistungssteigerung bringt Luftfilterbox- und Filteränderung und andere Auspuffanlage. Ist aber eigentlich nicht unbedingt nötig. Der Motor läuft für ein Twin in allen Tourenzahlen recht ruhig und durch das hohe Drehmoment kann die VTR auch in tiefen Drehzahlen gefahren werden. In den oberen Drehzahlen geht (kontinuierlich ohne grosse Explosion) die Post so richtig ab. Der Benzinverbrauch ist mit 6 - 7 Liter auch ok. Erst bei recht zügiger Fahrt muss öfter die Zapfsäule aufgesucht werden. Der einzige Wehrmutstropfen ist der Tank. Mehr als 220km liegen mit 16 l Tankinhalt (19 l ab Modell 2001) kaum drin ohne ein mulmiges Gefühl zu haben (reicht's noch bis zur nächsten Zapfe oder nicht). Zu Ohren ist mir nur der gelegentliche Defekt am Steuerkettenspanner gekommen, was an meiner 98er VTR aber noch nie vorgekommen ist.
Das 6-Gang Getriebe ist sehr präzise und die Gänge gut abgestimmt. Der 6. Gang ist nicht als Overdrive ausgelegt wie z.B. bei der BMW 1150GS.
Das Fahrwerk ist in allen Lagen ausgewogen. Auch in höheren Geschwindigkeiten oder schnellem Lastwechsel ist das Bike mit seinen 192 kg sicher und gutmütig zu lenken. Leider hat die VTR kein ABS was ich persönlich als Pflicht für jedes Bike sehen würde. Oder würden Sie heute noch ein Auto ohne ABS kaufen??
 

Fazit: Ein rassiges Fun-Bike mit einem "Sicherheitsmangel"

 

Technische Daten:

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Ich hoffe nun, dass Ihr nicht denkt ich sei bescheuert!! Ich muss ja zugeben; innert diesen 16 Jahren 13 Bike's gekauft ist doch ein bisschen viel. Es hatte mich auch eine ganze Stange Geld gekostet. Meistens verkaufte ich das Bike mit etwas Verlust. Aber was soll's?!! Es ist ja mein Hobby .......... und das Geld kann ich auch nicht mitnehmen, den:

Das letzte Hemd hat keine Taschen !!!

 

Wenn Du noch Fragen zu einem dieser Motorräder hast, gebe ich Dir gerne Auskunft.

 

 

 

 

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