| Jordanien |
|
|
|
In einer Woche mit dem PW durch Jordanien (2000)
Reisebericht Jordanien
1. Reisetag - Wüstenschlösser (nicht unbedingt lohnenswert zu besichtigen) Das Erste was wir von Jordanien zu Gesicht bekamen waren die Wüstenschlösser. Ehrlich gesagt lohnt es sich eigentlich gar nicht einen Tag für die Besichtigung zu opfern. Sie sind in einem denkbar schlechten Zustand, ja sogar zum Teil fast total zerfallen.Sie wurden in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts errichtet oder zumindest den neuen Gepflogenheiten der Zeit entsprechend umgebaut. Die Schlösser wurden als Wohnsitze ausserhalb der Städte erstellt und sollten hin und wieder den Kalifen und seine Anhängerschaft beherbergen. Qasr Amra, ein kleines Jagdschloss von dem nur noch der Badeteil übrig geblieben ist, liegt 108 Kilometer von Amman entfernt. Qasr el Asrak diente dem Geheimagenten und Schriftsteller T. E. Lawrence als Hauptquartier. Es wurde aus Stein gebaut, da es weit und breit kein Holz gab. Und Wasr el Kharana, das dritte der Schlösser, liegt 62 Kilometer von Amman entfernt.
2. Reisetag - Ajlun (Besichtigung nur lohnenswert wenn man auf Burgen steht)
Die Fahrt geht weiter nach Ajlun. Diese Ortschaft ist aufgrund ihrer Burg Qalat ar Rabad, welches die Landschaft aus wenigen Kilometern Entfernung beherrscht, berühmt geworden. Es handelt sich um eine der „besser erhaltenen“ mittelalterlichen Befestigungen Jordaniens. Von l'250 m Höhe bietet sich ein schönes Panorama auf das Jordantal.
3. Reisetag - Amman (nicht unbedingt lohnenswert zu besichtigen) - Totes Meer (sehr lohnenswert zu besichtigen)
Warum es das Tote Meer heisst: Der Salzgehalt ist so hoch, dass kein Lebewesen darin überleben könnte.
4. Reisetag - Madaba (nicht unbedingt lohnenswert zu besichtigen) - Berg Nebo (nicht nur etwas für Historiker) - Kerak (lohnenswert zu besichtigen) Heute verliessen wir die Hauptstadt und fuhren Richtung Süden. Der erste Besuch galt der antiken Stadt Madaba, die bereits in der Bibel unter dem Namen Medba erwähnt wird. Die Weiterfahrt führte uns über die Königsstrasse nach Kerak, einem lebhaften Wohngebiet, das für seine recht grosse Festung, die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Kreuzrittern errichtet wurde, bekannt ist.
5. Reisetag - Petra (unbedingt lohnenswert zu besichtigen) Dieses durch hohe Felswände natürlich geschützte Gebiet, das nur von dem schmalen Kanal Wadi Musa unterbrochen wurde, bot den Völkern der Antike eine sichere Zuflucht.
6. Reisetag - Wadi Rum (unbedingt lohnenswert zu besichtigen) - Aqaba (nicht unbedingt lohnenswert zu besichtigen)
Steckbrief Fläche: 89'206 km² (mit Westbank: 97'740 km²) Einwohner: 2,76 Mio. (mit Westbank: 3,88 Mio.) Hauptstadt: Amman, über 1,5 Mio. Einwohner Bevölkerungswachstum: 3,5% pro Jahr Stadtbevölkerung: 70% Zusammensetzung der Bevölkerung: 95% Araber, etwa 35'000 Tscherkessen, 6000 Armenier und 3500 Kurden. 930'000 Personen sind als palästinensische Flüchtlinge registriert. Staatsform: Konstitutionelle Erbmonarchie Staatsoberhaupt: König Abdullah seit 1999 (Sohn von König Hussein ibn Talal) Erste Mehrparteienwahl: 1993 Wirtschaft: Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 1992: sFr. 950 Arbeitslosenrate: 30% Wichtigste Importgüter: Mineralische Brennstoffe, Nahrungsmittel, Maschinen, Maschinenteile, Kunststoffe in Primärform Wichtigste Exportgüter: Phosphate, Zement, Kunstdünger, Agrarprodukte
Tipps Reisezeit Die beste Reisezeit ist das Frühjahr – Ende März bis Anfang Juni – und der Herbst – Ende September bis Anfang November.
Trinkgelder / Eintrittspreise Jeder Tourist der dieses Land besucht muss wissen, das was das Öl für die Saudis ist, ist der Tourist für die Jordanier, weil sie ja kein Öl fördern. Das Preisniveau für Touristenangebote ist wohl deshalb im Verhältnis zu Ländern wie Tunesien, Ägypten oder Syrien so hoch. Das beste Beispiel sind Trinkgelder. Der Kofferträger erwartet im Schnitt 1 Dinar (umgerechnet ca. sFr. 2.50), was im Vergleich zu den jordanischen Unterhaltskosten überrissen ist. Doch auch der Eintrittspreis von etwa CHF 50.- (ca. 31.- Euro) für "Petra" ist gut kalkuliert, denn schliesslich verzichtet deshalb kein Besucher auf dieses steinerne Weltwunder.
Passiert wohl nicht jedem Touristen.... Eine wilde Verfolgungsjagd in Jordanien. Drei junge Männer in einem BMW (natürlich nichts gegen die Marke) provozieren grundlos unseren Fahrer und verfolgen oder besser gesagt, jagen uns durch ein Dorf. Plötzlich slidet das andere Fahrzeug und bleibt quer vor uns auf der Strasse stehen. Sofort steigen die heissblütigen Jugendlichen aus. Es sieht so aus, als wollten sie uns prügeln. Aber unser Chauffeur, ebenso überrascht wie wir, reagiert blitzschnell, als ob er die Situation voraus gesehen hätte. Er bremst gewaltig und wir kommen gerade noch rechtzeitig vor dem BMW zum Stehen. Ausweichen und weiter fahren heisst die (Überlebens-)devise. Was nicht einfach ist bei diesem Verkehrsaufkommen. Immerhin befinden wir uns auf einer Hauptverkehrsachse. Unser Mann könnte ein Stuntfahrer sein! Doch die Verfolger sind uns wieder auf den Fersen und die Geschwindigkeiten auf hohem Niveau. Er hat etwas vor, unser Chauffeur, sonst würde er die Verfolger wohl kaum zusätzlich provozieren. Am Ende des Dorfes biegt er fluchtartig in ein Gebäudeareal ein, steigt aus und rennt.......natürlich, zur Polizei! Auf Grund seiner Ortskenntnisse wusste er von dieser Polizeistation und führte die Verfolger hierher. Verdutzt waren wir schon darüber, dass sie sich quasi selbst ausgeliefert haben. Es stellte sich heraus, dass die 3 Jungs zu viel getrunken haben und in dieser Gemeinde wohnhaft sind. Noch während die Polizei sie in Gewahrsam nimmt, setzen wir unsere Fahrt wieder gemässigt fort. Unser Fahrer hat "drive" bewiesen, den könnten wir jedem weiter empfehlen. Wir sind ihm auch für die wertvollen Insider-Informationen über Jordanien sehr dankbar.
Karte |
|||
Umfrage
Zum nachdenken
| Tiere |
| Soja vs. Regenwald |
| Politisches |


Ehrlich gesagt lohnt es sich eigentlich gar nicht einen Tag für die Besichtigung zu opfern. Sie sind in einem denkbar schlechten Zustand, ja sogar zum Teil fast total zerfallen.